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Höhere Bundeslehranstalt
für wirtschaftliche Berufe

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Vortrag über soziale Berufe im Tullner Raum

Für die Schülerinnen der Fachschule für soziale Berufe ist es wesentlich, zu wissen, wo ihre zukünftigen Arbeitsfelder sein könnten, wie die Arbeitswelt im Sozialbereich aufgestellt ist und welche persönlichen Voraussetzungen gefordert werden, ebenso, wie die persönliche Psychohygiene gepflegt und verstärkt werden kann.
So wurde Herr DAS Peter Gardowsky im Rahmen der Unterrichtsfächer Angewandtes Projektmanagement und r.k. Religion in die Klassen 2FSB und 3FSB eingeladen, um aus seinem Leben als Sozialarbeiter zu berichten.
Herr Gardowsky blickt auf viele Jahre Erfahrung in den diversen sozialen Handlungsfeldern zurück. Der ursprüngliche Religionslehrer wurde auch Sozialarbeiter und Supervisor. Er arbeitete in verschiedenen Bereichen, als Sozialarbeiter in einem Gefängnis, in einem großen Wiener Jugendheim, im Jugendamt, in der Bewährungshilfe. Schließlich gründete er im Rahmen des „Psychosozialen Dienstes“ (PSD)verschiedene Einrichtungen in Tulln und Umgebung für Menschen mit psychischen Erkrankungen, wie die Vereine „rent a room“, und „Die Möwe“, sowie das „Haus Ikera“. Diese Einrichtungen bieten dankenswerter Weise Praktikumsplätzte für das Sozialpraktikum in der dritten Klasse an.
Es wurden die verschiedenen psychischen Krankheiten besprochen und Herr Gardowsky beantwortete viele Fragen der Jugendlichen. Manie bezeichnete er z.B. so: „wenn das Leben so lustig wird, dass man die Realität vergisst“. Er zeigte auch auf, wo welche Hilfe angeboten wird. Sehr betonte er die Wichtigkeit der eigenen Psychohygiene in sozialen Berufen. Es ist keine Schande, Psychotherapie und Beratung in Anspruch zu nehmen. Die Caritas der Diözese St. Pölten bietet diese Jugendlichen gratis an, damit das innere Gleichgewicht wieder hergestellt werden kann und die Belastung nicht überhandnimmt. Besonders an Herz legte er seinen ZuhörerInnen, sich untereinander auszutauschen, sich gegenseitig auch Schwierigkeiten anzuvertrauen und sich selbst gut zu organisieren. Wer weiß, welche Berufsgruppe die am Meisten Burnout-Gefährdete ist? Es handelt sich um die ZahnärztInnen, die kaum anerkennendes Lob und Dank erhalten.
Diese zwei Stunden fanden die SchülerInnen äußerst interessant und wichtig, auch als Vorbereitung für die diversen Sozialpraktikas. Schön, dass der im Sozialbereich so erfahrene Pensionist sich die Zeit genommen hat für diese Informationen und den Austausch. Herzlichen Dank!

Mag.a Martha Vogl