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HL V B: KFM-Elternabend zur Projektreise in die Bretagne

HL V B: KFM-Elternabend zur Projektreise in die Bretagne


Am 6. Okt. 2010 veranstaltete die HL VB gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Mag. Veronika Stangl und MMag. Christine Thomaso einen KFM-Abend über ihre Bretagne-Projektreise. Gemäß ihrem Rahmenthema „Auf den Spuren von Asterix und Obelix“ haben die Schülerinnen eine Projektreise in die Bretagne geplant, vorbereitet und vom 9.9.-16.9. durchgeführt. Dieser fantastische Aufenthalt wurde nun den Eltern präsentiert.

Auf abwechslungsreiche Art und Weise haben alle Schülerinnen die von ihnen übernommene Teile der Projektreise präsentiert. Mit persönlichen Fotos, Videoausschnitten und interessanten Detailinformationen ist es den SchülerInnen gelungen, einen sehr schönen Abend zu gestalten.

Im Anschluss an die Präsentationen wurden alle Gäste zum „bretonischen Tanz“ geladen. Viele Eltern folgten der Einladung und unter der Anleitung von Schülerinnen wurden die Schritte einstudiert und schließlich ein gemeinsamer Tanz aufgeführt.

Als Belohnung wurden die Gäste zum Abschluss zu einem Buffet mit bretonischen Spezialitäten wie selbstgemachten Galettes, bretonischen Keksen und Cidre (Apfelwein) eingeladen.

Es war ein gelungener Abend, an dem die HL V B nicht nur ihre Projektreise ihren Gästen näherbrachte, sondern auch ihr souveränes Präsentationsverhalten unter Beweis stellen konnte.

Daniela Simek HL V B
MMag. Christine Thomaso

Im Anschluss finden Sie detaillierte Berichte und Fotos über die einzelnen Tage der Projektreise (von Kerstin Sommer HL VB)

1. Projekttag Donnerstag, 09.09 – Paris, Saint Malo
2. Projekttag Freitag, 10.09 – Cancale, Mont Saint Michel
3. Projekttag Samstag, 11.09 – Dinard, Rennes
4. Projekttag Sonntag 12.09- St. Malo, Gastfamilie
5. Projekttag Montag 13.09 – Ploumanac´h, Pleumeur Bodou
6. Projekttag Dienstag 14.09 – St. Thégonnec, Quimper, Le Guilvinec
7. Projekttag Mittwoch 15.09 – Concarneau, Vannes, Carnac
Rückreise am 16.9.

  • Projekttag Donnerstag, 09.09 – Paris, Saint Malo*
  • Am ersten Tag der Reise hatte die HL VB die Gelegenheit, eine zweistündige Rundfahrt durch Paris zu machen, bevor die Reise in die Bretagne weiter ging. Die Rundfahrt war für die Schüler ein Highlight, da viele noch nie in Paris waren. Man konnte den Eiffelturm aus der Nähe sehen, Fotos machen und etwas spazieren gehen. Aber auch andere Sehenswürdigkeiten ließ man nicht aus, wie zum Beispiel die Notre Dame, das Louvre, den Triumphbogen und die Champs Elysees. Nach der Rundfahrt begann die Weiterreise in die Bretagne, die 4 Stunden dauerte und ohne Probleme verlief.

    Gegen 16:30 kam der Bus in Saint Malo an und die Schüler/innen und Lehrer wurden am Place de Rocabey von ihren Gastfamilien abgeholt und herzlich empfangen. Auch René war da um alle zu begrüßen, er war die ganze Woche mit dabei, um uns wichtige und interessante Dinge zu erzählen und uns zu tollen Plätzen zu führen. Danach hatte man etwas Zeit, um die Sachen auszupacken, aber auch sein Französisch unter Beweis zu stellen. Gegen Abend traf sich die Klasse dann vor der Ville Close in Saint Malo, um die Stadt näher kennenzulernen. Maurice der Stadtführer, machte es sich zur Aufgabe, die Geschichte Saint Malos zu erzählen und einen kleinen Rundgang zur Orientierung zu machen. Nach der Führung war Gelegenheit, etwas herumzuspazieren, und gleich danach gab es Abendessen bei der Gastfamilie.

  • Projekttag Freitag, 10.09 – Cancale, Mont Saint Michel*
  • In Cancale hatte man die Chance die berühmte Austernzucht genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Zuge einer Führung bekam man einen guten Einblick in die Arbeit dieser Menschen, die nicht wenig aufwendig ist. Die Austernzucht ist für die Bretagne ein wichtiger wirtschaftlicher Zweig, denn auch ins Ausland werden die Austern exportiert. Man kann unterscheiden zwischen der Flachauster welche Eier legt und der gewölbten Auster die ihre Kinder wie ein Säugetier auf die Welt bringt. Nach der Führung und der Besichtigung eines kleinen Museums, ging der Weg weiter in die Stadt, um die Austern anschließend zu verkosten. Auf einem kleinen Austernmarkt konnte man die Austern verkosten und zusehen wie die Marktfrauen die Austern öffnen, was große Geschicklichkeit verlangt.
    Am Nachmittag ging die Reise weiter zu dem berühmten Kloster Mont Saint Michel. Das Kloster befindet sich schon in der Normandie, jedoch an der Grenze zur Bretagne. Das Benediktinerkloster ist ein gutes Beispiel für die französisch normannische Architektur. Vor allem von dem Gesamtbild des Klosters sind die Menschen überwältigt, da es bei Flut aussieht als wäre es eine Insel. Noch heute gibt es hier 6 Nonnen und 5 Mönche. Wir fanden Gelegenheit, das Kloster auch von innen kennenzulernen, der Kreuzganz und die vielen Kapellen waren nur wenige Stopps dort, denn auch die Häuser die das Kloster umgeben waren interessant und eine Besichtigung wert. Nach diesem Ausflug ging es wieder nach Hause, um dort bei den Gastfamilien das Abendessen einzunehmen.

  • Projekttag Samstag, 11.09 – Dinard, Rennes*
  • Samstagfrüh ging die Reise weiter, Treffpunkt war das Porte Dinan, das gleich am Meer liegt, wodurch man somit die Gelegenheit hatte mit einem der vielen kleinen Schiffe nach Dinard zu fahren. Man fuhr circa 10 Minuten, und hatte vom Meer aus einen grandiosen Ausblick nach St. Malo und dessen Altstadt. In Dinard machte die Klasse einen Spaziergang an der berühmten Promenade Claire-de-Lune, wo man das Schauspiel von Ebbe und Flut bestaunen konnte. Weiter ging es mit einem Wochenmarkt, der in Dinard immer mittwochs- und freitags statt findet. Man hatte die Möglichkeit, Souvenirs, Gewand, Schmuck, Taschen aber auch bretonische Spezialitäten zu kaufen.
    Nach der Mittagspause ging es wieder zurück nach St. Malo, wo der Bus schon bereit stand.
    Das nächste Ziel war die Hauptstadt der Bretagne: Rennes. Durch einen Audioguide hatte man die Chance die Stadt besser kennenzulernen. Sehenswert in Rennes ist die Kathedrale St. Pierre, welche prachtvoll bemalt und vergoldet ist. Wichtig sind auch die Fachwerkhäuser, wobei viele durch einen großen Brand 1720 zerstört worden waren, und erst später wieder neu gebaut wurden. Über den Place de la Mairie gelangte man zum Rathaus und zum Theater, welche sich beide auf diesem Platz befinden. An diesem Tag sah man etliche Brautpaare, die sich am Place de la Mairie trauen ließen. Auch das Lycée Emil Zola wurde bestaunt. Emil Zola war ein französischer Journalist und Schriftsteller, der sich stark für Alfred Dreyfus einsetzte. Die Dreyfusaffaire 1894 löste große Aufregung in ganz Frankreich aus. Von der heutigen Pfarrkirche St- Mélanie ging es wieder nach Hause zu den Gastfamilien.

  • Projekttag Sonntag 12.09- St. Malo, Gastfamilie*
  • Der Sonntag war der Tag der Gastfamilie, man hatte die Möglichkeit sich besser kennen zu lernen und sein Französisch zu üben. Vorgesehen war es, das Mittagessen und das Abendessen mit der Gastfamilie gemeinsam einzunehmen. Die Gastfamilien gaben sich große Mühe, ein gutes Essen zuzubereiten. Am Nachmittag hatte man die Chance, in St. Malo einkaufen zu gehen, im Gegensatz zu Österreich haben in Frankreich die Geschäfte auch am Sonntag offen. Die Schüler/innen konnten sich die Zeit selber einteilen, wann sie von der Gastfamilie weggehen, um 15:30 war jedoch Treffpunkt für eine Stadtführung in St. Malo. Durch die Stadtführung konnte man Genaueres über St. Malo erfahren, zum Beispiel, dass es im 17. Jahrhundert eine Korsarenstadt war. Bestaunen konnte man auch die Statue von Jacques Cartier, dem Entdecker Kanadas, der in St. Malo geboren wurde. Man spazierte durch die kleinen aber lebhaften Gassen der Ville Close und konnte den Zauber der Stadt miterleben. Während der Führung sah man die Häuser der Korsaren, die Portes, die Wehrmauer weiteres auch die Kathedrale St. Vincent, in der Jacques Cartier begraben liegt. Am Place de Châteaubriand konnte man die berühmten Crêpes und Galettes verkosten. Am Abend hatte man noch einmal die Möglichkeit, mit der Gastfamilie etwas zu unternehmen.

    4. Tag - Stadtführung St. Melo 


  • Projekttag Montag 13.09 – Ploumanac´h, Pleumeur Bodou*
  • Montagfrüh begann die Rundreise durch die Bretagne, der erste Stopp war „Das Haus zwischen den Felsen“, es ist eines der beliebtesten Photomotive an der Côte de Granit Rose und wurde zwischen den Steinen gebaut, um vor Wind geschützt zu sein. Weiter ging es nach Ploumanac´h, wo man die Küste näher bestaunen konnte, durch einen kleinen Spaziergang. Auffallend an der Côte de Granit Rose sind die Granitsteine, welche bei Sonnenschein rosa glitzern. Während des Spaziergangs konnte man sich die Felsen genau ansehen um dann Figuren wie eine Schildkröte oder einen Frosch zu erkennen. Die Schüler/innen und Lehrer genossen den Spaziergang, der an einem wunderschönen Strand endete. Der letzte Programmpunkt dieses Tages war der Radôme, ein Telekommunikationsmuseum. Während der Führung bekam man einen geschichtlichen Überblick über die ersten Kommunikationen, verteilt über die ganze Welt. Durch die Ausstellung dieser Kabel konnte man sehen, wie sehr sich die Kabel während der Jahre verändert hatten. Gegen Ende der Führung konnte man sich im Radôme (= Radarkuppel), eine Präsentation über die Entstehung ansehen, die Show wurde von Lichteffekten und Ton unterstützt. Nach der Vorstellung ging es weiter zum ersten Hotel, welches gleich bezogen wurde. Am Abend waren ein gemeinsames Essen und eine kleine Nachbesprechung vorgesehen.

  • Projekttag Dienstag 14.09 – St. Thégonnec, Quimper, Le Guilvinec*
  • Weiter ging es am Dienstag in der Früh, das Ziel war St. Thégonnec, wo sich ein berühmter umfriedeter Pfarrbezirk befindet, dieses Phänomen kommt nur in der Bretagne vor. Wichtig für einen umfriedeten Pfarrbezirk sind der Kalvarienberg, das Beinhaus, das Triumphtor, der Friedhof und die Kirche. Durch das Triumphtor betritt man den Pfarrbezirk, das Tor soll den Toten Schutz vor bösen Dämonen und der ewigen Verdammnis bieten. Der Kalvarienberg erzählt anhand von Steinfiguren die Kreuzigung Christi, im Fall von St. Thégonnec sind das 40 Figuren. Im Beinhaus werden Gebeine gelagert, jedoch wurden der Friedhof und die Gebeine von St. Thégonnec nach draußen verlegt, es befinden sich somit keine Gebeine im Beinhaus. Zum Vergleich fuhren wir auch nach Guimiliau, um den Unterschied der beiden Pfarrbezirke festzustellen. In Guimiliau war der Kalvarienberg niedriger, dafür beinhaltet dieser 200 Figuren und erzählt nicht nur von der Kreuzigung sondern auch vom Leben Christi.
    Der nächste Halt war Quimper, wo man die Kathedrale St. Corentin bestaunen konnte, die Führung in Quimper ermöglichte es uns, mehr Informationen über diese Stadt zu bekommen.
    Ein kleiner Zwischenstopp war der Leuchtturm „Phare d`Eckmühl. Circa 400 Stufen musste man hinaufgehen, um von oben eine atemberaubende Sicht über das Meer und die nahegelegenen Städte zu bekommen. Gegen 16:00 konnte man bei Guilvinec die Rückkehr der Fischerboote kaum abwarten. Als sie dann zurückkamen, hatte man die Chance zu sehen, wie die Fische abtransportiert werden und dann anschließend gewogen werden. Im Hotel wurde dann gemeinsam gegessen und für das Abendprogramm war das Lernen eines typisch bretonischen Tanzes vorgesehen, was allen sehr viel Spaß bereitete.

  • Projekttag Mittwoch 15.09 – Concarneau, Vannes, Carnac*
  • In der Früh brach die Klasse auf, um die kleine Stadt Concarneau kennenzulernen. Diese Stadt ist die wichtigste, was den Thunfischfang angeht, aber sie hatte auch mehr zu bieten als Thunfisch. In der Ville Close konnte man an der Wehrmauer entlang spazieren und hatte nebenbei einen tollen Blick auf den Hafen. Die kleinen Gassen der Altstadt waren geschmückt von Fahnen und blauen Fischernetzen. Blau waren diese Netze, da die Fischer dachten, dass die Fische das Netz nicht sehen, wenn sie es blau einfärben. Nach einer kleinen Führung, konnte man ein bisschen herumflanieren und sich die vielen kleinen Geschäfte ansehen und noch Souvenirs kaufen. Gleich danach ging es weiter in eine weitere wichtige und schöne Stadt: Vannes. Nach dieser Pause begann eine Führung, in der man die Fachwerkhäuser bestaunen konnte, aber auch die Kathedrale St. Pierre, die im Gegensatz zu Quimper viel kleiner ist. Gegen Ende konnte man dann ein altes Waschhaus betrachten, in dem die Frauen auch noch im 19. Jahrhundert ihre Wäsche wuschen. Das Château de l´Hermine (= Hermelinschloss) war auch ein wichtiger Stopp, denn das Schloss beherbergte früher den Staatsrat. Hermelin ist das Wappentier der Stadt und nur in Vannes wird es auch mit Krawatte dargestellt.
    Carnac war das nächste Ziel auf dem Programmplan und dort erhielten wir eine Führung zu den mystischen Megalithen. Das Steingehege ist berühmt für seine über 3.000 Menhire, die zu Steinreihen gruppiert sind. Man erhielt Informationen zur Geschichte dieser Steine, aber auch einige Hypothesen, warum es sie eigentlich gibt. Am Abend war ein gemeinsames Essen in Auray vorgesehen, wo man ein letztes Mal bretonische Spezialitäten essen konnte und die gelungene Woche ausklingen lassen konnte