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Höhere Bundeslehranstalt
für wirtschaftliche Berufe

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Fächerübergreifendes Projekt „Letter to the stars“

Im Rahmen des fächerübergreifenden Projekts in Deutsch, Englisch und r.k. Religion besuchte Herr Adolf Joksch die HL IIA. In diesem Projekt geht es um den 2. Weltkrieg, Holocaust (= Vernichtung der Juden, Zigeuner, Behinderten, politischen Gegner und Homosexuellen).

Im Fach r.k. Religion (Prof. Mag. Martha Vogl) bearbeiten wir im Zusammenhang mit diesem Projekt das Thema Judentum. In diesem Gegenstand erfahren wir über den Alltag der Juden, ihre Bräuche, ihre Religion und die Verfolgung im Laufe der Geschichte.
Weiters planen wir eine Exkursion ins jüdische Wien und in die Synagoge, wo wir den Alltag der Juden heute genauer kennenlernen werden.

In Deutsch (Prof. Mag. Claudia Feichtegger) erarbeiten wir die Zeit des 2. Weltkrieges in Form von literarischen Werken wie „Abschied von Sidonie“ und „Jugend ohne Gott“.

Mit den Professorinnen Mag. Isabella Gruber und Mag. Tanja Neumayr (Englisch) beschäftigen wir uns intensiv mit dem internationalen Projekt „Letter to the stars“, wo wir mit Zeitzeugen (Dr. Erica Freeman und Mrs. Evi Labi) in englischer Sprache Kontakt aufnehmen. Zum Beispiel schreiben wir Briefe an die beiden Damen und bereiten auch einen Besuch bei uns in Tulln für sie vor. Außerdem lesen wir zu diesem Thema das Buch „The boy in the striped pyjamas“, wo wir uns anschließend die Verfilmung dieses Buches ansehen werden.

Besuch des Zeitzeugen Herrn Hofrat Adolf Joksch an der HLW Tulln.

Am 18. Februar 2011 stattete uns Adolf Joksch einen sehr informativen Besuch ab. Seine adelige Familie stammt aus Tschechien. Er wurde in Zeiselmauer geboren und ist dort aufgewachsen. Herr Hofrat Joksch ging in Königstetten in die Volksschule und kam im Alter von 10 Jahren ins Tullner Gymnasium. Während seiner ganzen Schulzeit wurde er von seinen deutschen Mitschülern als „Ostmärkisches Schwein“ geschimpft und gedemütigt (Österreich gab es nicht). Keiner konnte verstehen, warum er Adolf heißt, aber das liegt eben in der Familientradition. Jeder zweite Joksch-Sohn wird Adolf genannt. Herr Hofrat Joksch musste jeden Tag mit seinem Freund über 7 km zu Fuß nach Tulln und denselben Weg auch wieder zurück gehen. Auf diesem Weg gab es pro Tag 3 bis 4 Mal Fliegeralarm. Während dieses Alarms mussten sie sich in Maisfeldern verstecken und dann wieder ihren weiten Weg fortsetzen. Eines Tages nach einem Fliegeralarm (Flugzeuge der Alliierten = USA, England, Frankreich und Russland) sahen die beiden zwei kleine Ballons mit einer Puppe und einem Ball daran vom Himmel schweben. Da die Buben zu Weihnachten immer nur ein Paar selbst gestrickte Socken, eine Haube oder einen Schal bekamen, stürzten sie sich auf die Puppe und den Ball. Adolf Joksch stolperte in einer Mulde. Das war sein Glück!!! Sein Freund lief zum Ballon und griff nach ihm. Adolf hörte nur noch den Knall der explodierenden Bombe. Von nun an musste sein Freund ohne Hände leben.

Er erzählte uns noch viele spannende, traurige und erschreckende Geschichten! Eigentlich ist es schade, dass er nur eine Stunde bei uns war, da wir alle sehr interessiert an dieser Zeit sind und Herr Hofrat Adolf Joksch sicher noch einiges zu erzählen hätte!!

Michaela Hammerschmid, Philomena Heigl, HL IIA