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Höhere Bundeslehranstalt
für wirtschaftliche Berufe

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„LETTER TO THE STARS“ – PROJEKT DER HL IIA

In diesem Schuljahr hatte die HL IIA ein ganz besonderes Projekt auf ihrem Stundenplan: Ab Jänner 2011 beschäftigten sich die SchülerInnen in den Gegenständen Religion, Deutsch und Englisch mit dem Thema „Die letzten Zeitzeugen und Holocaust-Überlebenden Wiens“.

Nach einer allgemeinen Besprechung aller Schüler und beteiligter Lehrer war die Begeisterung entfacht und die Pläne geschmiedet. Als Einstieg zu diesem fächerübergreifenden Projekt lasen die Schüler themenrelevante Literatur in Deutsch sowie in Englisch, wie z.B. „The Boy in the Striped Pyjamas“. Die Bücher wurden ausführlich besprochen, Portfolios erstellt und auch die Verfilmung angesehen. In Religion wurde der geschichtliche Hintergrund des Judentums beleuchtete und auch eine Exkursion nach Wien durchgeführt, wo die Schüler eine Führung durch das jüdische Wien und Einblick in eine Synagoge und einen jüdischen Supermarkt hatten.

Mit ihrem Klassenvorstand, Prof. Claudia Feichtegger ging es dann im Mai ab nach Prag. Auch dort waren viele Ausflüge diesem Projektthema gewidmet.

Durch die hervoragende Unterstützung des Vereins „Lernen aus der Zeitgeschichte“ in Wien waren schnell zwei Kontakte mit Holocaust – Überlebenden aus London und New York hergestellt. Besonderer Dank gilt dabei Hr. Josef Neumayr, der als Begründer der Aktion „Letter to the Stars“ gemeinsam mit seinem Kollegen Hr. Marjus Priller dieses Projekt ausgezeichnet betreut hat. Die Schüler hatten nun zwei Damen, mit denen sie in persönlichen Kontakt traten. Sie schrieben Briefe, führten Telefongespräche und teilten sich in fünf Teams ein: „The Camera Team“, „The Press and Diary Keepers“, „Leisure Leaders“, „The Voice“ und „Event Managers & Catering“. Jedes Team hatte im Laufe der wochenlangen Vorbereitungszeit seine Aufgaben und Herausforderungen zu meistern, wie z.B:

  • das Durchführen des Telefongespräches mit den beiden Damen in London und New York
  • das Dokumentieren des gesamten Projekts mittels Fotos und Video
  • das Einstudieren der Lieder und Reden
  • das Erstellen der Einladungen und den Kontakt mit der Presse
  • das Planen und Organisieren des Buffets
  • das Erstellen einer Tulli Express Tour mit allen Sehenswürdigkeiten
    uvm

Als klar wurde, dass die beiden Damen tatsächlich zu Gast an unserer Schule sein würden, stieg die Aufregung. Die Schüler wussten nun, dass sie als Highlight dieses Projekts, einen großen Festtag am 20. Juni 2011 organisieren werden. Alles Wissen musste nun in die Praxis umgesetzt werden und dies forderte jede Menge an Organisationstalent, Time Management, Verlässlichkeit und Teamgeist von den Schülern der HL IIA.

Nach weiteren zwei intensiven Vorbereitungstagen war es dann um 10.00 Uhr am 20. Juni 2011 so weit: Dr. Erika Freeman und Evi Labi fuhren im Schulhof vor und wurden mit dem Lied „Heal the world“ empfangen. Zu Tränen gerührt konnten die beiden Damen endlich „Ihre IIA“ in die Arme schließen und wurden anschließend zur Power Point Präsentation und zur Diskussionsrunde geladen. Die Schüler haben Fragen vorbereitet und erhielten sehr persönlichen Einblick in das Leben dieser beiden Zeitzeugen. Die Diskusion war von sehr viel Emotion getragen; kaum zu glauben, wie schnell Erika und Evi einen sehr persönlichen Zugang zu den Schülern erhielten und ihnen sehr viel an Lebensweisheit und Lebensmut mitgaben.

Gestärkt durch ein hervorragendes Mittagsbuffet, organisiert vom Team „Event Managers & Catering“ ging es am Nachmittag ab zur Tulli Express Tour. Die „Leisure Leaders“ erklärten den Besuchern die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Tullns und machten auch einen kurzen Stopp beim Jüdischen Friedhof.

Nach einenhalb Stunden ging es zurück zur Schule und unsere Gäste wurden mit einem weiteren Lied „We are the World“ und einer kurzen „Farewell“ – Rede verabschiedet. Erika und Evi fiel der Abschied sichtlich schwer; sie fanden rührende Worte für ihre Schüler und versprachen sobald als möglich wiederzukommen. Dazu können wir nur sagen:“ You are always welcome at our school“

Abschließend möchte ich allen Schülern der HL IIA und den Lehrern Prof. Martha Vogl, Prof. Claudia Feichtegger und Prof. Isabella Gruber sehr herzlich für die tolle Zusammenarbeit danken. Ohne sie wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Für die finanzielle Unterstützung möchte ich die Raffeisenbank Tulln und die Fahrschule Zimmerer hervorheben, ohne die das Projekt nicht finanzierbar gewesen wäre. Ein weiterer Dank gilt auch der Direktion und Administration der HLW, die uns völlig freie Hand für die Awicklung des Projekts ließen und uns bei jeglicher Stundenplanänderung sowie Einteilung der Projekttage unterstützten. HERZLICHEN DANK

Mag. Tanja Neumayr

Begrüßung der Gäste, Dr. Erika Freeman (USA) und Mrs. Evi Labi (Großbritannien) durch OStR. Mag. Kurt Mocker

Dear Dr. Freeman, dear Mrs. Labi,

Welcome to our college and thank you so much for travelling here such a long way from the United States and from Great Britain to be the focus of the students’ project “A Letter to the Stars“.

You are among the last few witnesses of 20th century lunatic holocaust policy of Nazi Germany and who else but you could tell our students in a more authentic and profound way what actually happened to the Jewish people in the years before, during and after the Second World War.

Apart from the children’s parents, it is up to politicians and teachers to make sure that history does not repeat itself.

So far, Europe has always been an unstable continent. In the course of its history, there has not been half a century without warfare: Looking back just sixty years, there was genocide and forced migration all over Europe, where countless Jews lost their homes and even their lives, where many German and Hungarian speaking minorities were driven out of their homes or killed in former Yugoslavia, former Czechoslovakia and Rumania.

Only twenty years ago, ethnic cleansing killed and displaced people when Yugoslavia ceased to exist. Second generation migrants or refugees of these displaced persons may be students of this very class organizing this project. What about their traumatic experiences?
We must not forget all these people, either.

Maybe the European Union, despite all its current economic problems, can prevent future wars on the European continent, as its prime goal is to secure peace in Europe.

Who makes sure that history does not repeat itself? What is up next? The African continent and the Middle East? Morocco, Tunisia, Libya, Egypt, Syria, Israel and Palestine?

Let’s put an end to this madness:
“Heal the world, make it a better place, for you and for me and the entire human race.“
This is our students’ message. Let’s support them.

Dr. Freeman and Mrs. Labi, your contribution to the project of “A Letter to the Stars“ will be a small, but decisive step towards international understanding.

God bless you.