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Viele Wege führen zum Ziel, unsere Schule ist der Weg zu vielen Zielen !

Höhere Bundeslehranstalt
für wirtschaftliche Berufe

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Auf dem Weg zur Schule

Am 11.2.2014 organisierte Frau Prof. Mag.a Martha Vogl für die ersten und zweiten Klassen und Jahrgänge sowie die HL 3A den Kinofilm „Auf dem Weg zur Schule“, der dokumentiert, welche Mühen Kinder und Jugendliche weltweit auf sich nehmen, um Zugang zu Bildung und damit zu einer besseren Zukunft zu haben. Hier zwei Reflexionen der SchülerInnen:

„In der Dokumentation „Auf dem Weg zur Schule“ geht es um vier Kinder und ihren Schulweg.
Da die Kinder weit weg von ihren Schulen leben, müssen sie eine weite und gefährliche Strecke zurücklegen um an ihr Ziel zu kommen. Den längsten Weg muss hierbei die 12-jährige Zahira aus Marokko zurücklegen. Dieser beträgt vier Stunden und zieht sich durch das Atlas-Gebirge. Jackson und seine kleine Schwester haben wohl den gefährlichsten Weg von allen. Sie müssen durch die Savanne, kommen an Elefanten und Raubtieren vorbei und sind von der ständigen Angst begleitet angegriffen zu werden.

Im Film lässt sich auch ein starker Bezug zur Wirtschaft erkennen. Jedes einzelne dieser Kinder träumt von einer Zukunft mit viel Bildung und einem gutem Job. Sie lernen angestrengt um dies zu erreichen und legen deswegen diese langen Wege zurück. Man hat sogar das Gefühl, dass sie sich mehr anstrengen als wir, da Bildung für uns selbstverständlich ist, während sie sich diese hart erkämpfen müssen.

Wenn ich an meinem Schulweg denke, wird mir schnell klar wie einfach ich es doch habe. Mit dem Bus oder dem Rad bin ich in kürzester Zeit in der Schule, während die Kinder im Film stundenlang unterwegs sind, um in die Schule zu kommen.
Wir SchülerInnen regen uns oft über Kleinigkeiten auf, die diese Kinder wohl kaum stören würden. Sie wissen es mehr zu schätzen, in die Schule gehen zu dürfen als wir und sie sind in vielerlei Hinsicht dankbarer als wir. Ich halte Bildung für sehr wichtig, denn ohne Bildung kann man im Leben nichts erreichen. Außerdem können Menschen, die unwissend sind, leichter von anderen unterdrückt werden, und das sollte man nicht zulassen.

Die Kinder wollen später einmal Berufe erlernen wie Arzt oder sogar Pilot, doch man sieht auch ganz klar, wie schwer sie es haben. Uns steht die Welt offen. Wenn wir uns nur genug anstrengen können wir alles werden was wir wollen, doch für die Kinder aus ärmeren Ländern ist es fast unmöglich aus ihrer Situation zu entfliehen.
Ich selbst möchte später einmal studieren, zwar weiß ich noch nicht genau welche Richtung, aber eines ist sicher: Ich werde es hierbei viel leichter haben als diese Kinder.

Dieser Film ist auf jeden Fall sehenswert, für alle die sehen wollen, wie es Kindern aus anderen Ländern geht, aber auch für die, die sich über ihre eigenen Situation klar werden wollen.“

Kerstin

„Lieber Samuel!

Deine Situation schockt mich, du musst einen sehr weiten Weg zurücklegen um in die Schule zu kommen, dazu sitzt du noch im Rollstuhl. Ich muss nur ins Auto steigen und dann wieder aus. Du hast eine sehr tolle Familie, deine zwei Brüder bringen dich jeden Tag 4 Kilometer zur Schule. Ich weiß nicht, ob jemand in meiner Familie das für mich tun würde. Du wirkst trotz deiner Kinderlähmung sehr positiv und bist stolz darauf, zur Schule gehen zu können. Ich persönlich bin eigentlich auch froh, etwas zu lernen, ich lerne gerne aber ich bin auch sehr faul und sollte öfter daran denken, wie gut ich es eigentlich habe. Deine Brüder machen einen sehr herzlichen Eindruck auf mich, genau wie deine Mutter. Ihr seid alle so glücklich, obwohl ihr fast nichts habt. Ich könnte mir das nie vorstellen und du hast meinen vollen Respekt erlangt.
Ich will nach meiner Schule eine Beruf haben, der mir Spaß macht und bei dem ich mich jeden Tag freue aufzustehen so wie du. Du bist ein Vorbild für alle SchülerInnen dieser Welt.
Mir hat der Film sehr, sehr gut gefallen, ich bin froh, dass ich ihn gesehen habe und sehe die Schule jetzt wirklich mit anderen Augen.“

Melanie Hauser, 2F